Ein denkwürdiges Familienunternehmen

MauersteineBetonfertigteileMonolithbehaelterBaustoffhandel

 

Denn 1883, als der Reichstag die Einführung der Krankenversicherungspflicht in Deutschland beschloss, als die Menschen zur Weltausstellung nach Amsterdam strömten und als in Chicago die ersten Wolkenkratzer aus der Erde schossen, wurde unsere Firma gegründet.
 
Die Brüder Josef und Georg Meier konnten damals nicht wissen, dass sie mit ihrer Betonwarenfabrik den Grundstein zu einem Unternehmen legten, das ihren Namen und den ihres Geburtsortes Lauterhofen weit über die Gemeindegrenzen hinaustragen wird.

Bescheiden waren die Anfänge

Georg Markus Meier, Ahnherr unseres Hauses, dessen Name man gelegentlich auch mit "ay" schrieb

 

 

 

Die Ursprünge unserer Firma, das heisst der Umgang mit Mauerwerk und Zement, reicht eigentlich schon in das Jahr 1851 zurück.

Georg Markus Meier, der Urgroßvater des jetzigen Firmeninhabers, gründete in Lauterhofen, wo er einen Landwirtschaftbetrieb, eine Mauerei, die ihm einen kleinen Nebenverdienst verschaffte und die darüber hinaus auch seinen Söhnen Arbeit und Beschäftigung bot. Sie, Josef und Georg Markus, entwickelten Geschäftssinn wie ihr Vater und bauten mit ihm eine Betonwarenfabrikation auf, die ihren Sitz im elterlichen Anwesen hatte.

Bescheiden waren die Anfänge: man stellte Betonplatten und Dachziegel, Futter- und Wassertröge her, erweiterte später die Produktion um Gartensäulen und Betonrohre.

 

 

 

 

Das Geschäft scheint sich so gut und lukrativ entwickelt zu haben, dass man es von der Landwirtschaft abtrennte und dem Sohn Georg Markus urkundlich übertrug. Dazu hatte man am 31. August 1888 den königlichen Notar Martin Kemmer aus Kastl nach Lauterhofen bestellt, der die Übergabesvertrags-Urkunde abfasste und dafür 61,35 Mark an Staats- und Notargebühren einschließlich 8,90 Mark an Auslagen für das Fuhrwerk kassierte.

Mit von der Partie war auch die spätere Frau von Georg Markus, "Barbara Burger, dessen Verlobte, ledige, großjährige Gütlerstochter von Woffenbach", die ihrem Mann später vier Kinder schenkte, drei Töchter und einen Sohn. In der Zeit des Firmenaufbaus nach dem 1. Weltkrieg wurde dem Betrieb auch noch ein Baustoffhandel angegliedert. Man verkaufte jetzt auch Zement, Tondachziegel, Ziegelsteine sowie Schlackensteine usw. 

 

Schon krank im Bette liegend überschrieb Georg Markus Meier seinen Besitz am 26.05.1931 seinem Sohn Georg, der am 07.06.1932 Walburga Lang aus Eidelberg ehelichte. Mit ihren drei Kindern Cäcilie, Josef (der jetzige Firmeninhaber) und Walburga ging der Betrieb in die vierte Generation über.

 

 

Die erste Produktionsstätte unserer Firma befand sich im Hofraum des urgroßväterlichen Anwesens.

Ein Schnitt in der Firmengeschichte erfolgte im Jahr 1952. Durch die stets Aufwärtsentwicklung sah man sich gezwungen, den Betrieb auf dem eigenen, ehemals landwirtschaftlich genutzten Grund und Boden in der Nähe des Bahnhofes Lauterhofen neu zu etablieren. Man errichtete auf einer ca. 10.000 m² großen Fläche ein Lager- und Produktionsgebäude, das einen Familienbetrieb alle Ehre machte. Damit war der Grundstock für unser heutiges Werk gelegt.

 

Die kontinuierliche Entwicklung des Betriebes machte zwei Jahre später den Kauf eines weiteren Lastkraftwagens notwendig, was freilich nicht die einzige Investition in diesem Zeitraum war. Man nahm auch die erste Steinmaschine zur Herstellung von Hohlblocksteinen in Betrieb. Die Rohlinge, von Hand abgetragen, musste man damals noch nach dem Abbindeprozess manuell mit dem Stapelkarren zur Lagerhalde bringen und dort aufschichten. Auch personell tat sich einiges. Der jetzige Firmeninhaber und seine ältere Schwester Cäcilie, die bis 1962 im Büro mitarbeiteten, waren bereits im Geschäft integriert. Die jüngere Schwester Walburga kam im Jahr 1960 noch hinzu. 1956 bestand das Stammpersonal ohne Familienmitglieder aus zwei Kraftfahrern und vier Arbeitern

 

 

Hart zupacken musste man noch in den Jahren 1957/1958
Arbeiter vor der 1957 erworbenen Steinmaschine
Im Handkarren wurde das Mischgut der halbautom. Steinmaschine zugeführt
Nachbehandlung der Hohlblocksteine

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Weil das 1952 errichtete Produktionsgebäude eine Kapazitätserweiterung nicht mehr zuließ, sah man sich 1957 zum Bau einer neuen  Fertigungshalle genötigt, um damit zugleich die Produktionspalette zu komplettieren und das Produktionsvolumen zu steigern. Eine weitere Steinmaschine kam hinzu, die für  10.500 DM angekauft wurde. Jetzt war es möglich, die Rohlinge bis zur Abbindung auf dem Betonboden liegenzulassen, um sie dann per Stapelkarren zur Lagerhalde zu transportieren. Inzwischen hatte man auch den Wagenpark um mehrere Lastzüge und Lastkraftwagen erweitert, um den großen Kundenkreis zeitgerecht und wunschgemäß beliefern zu  können.

 

Wenige Jahre später nahm man eine weitere Rationalisierung im Betrieb durch den Kauf eines fahrbaren Maximus Stapel- und Verladegerätes vor, dessen Einsatz der damalige Firmeninhaber Georg Meier leider nicht mehr miterleben konnte. Daraufhin gründeten seine Frau Walburga und der Sohn Josef, der ab diesem Zeitpunkt die Geschäftsführung übernahm, am 01.07.1961 die Georg Meier OHG.

 

Zugleich leitete man unter schwierigen Bedingungen Grundstücksverhandlungen und Tauschgeschäfte ein, die der Erweiterung des Betriebes dienten und Beweis einer weitschauenden Unternehmenspolitik waren, was sich schon einige Jahre später bestätigen sollte.

 

Die sich in den folgenden Jahren anbahende steile Aufwärtsentwicklung und vor allem die Expansion der Firma Meier waren nicht nur auf die gute allgemeine Konjunkturlage in der "Bundesrepublik Deutschland" zurückzuführen, sondern vielmehr auf ein klares Konzept, das weitsichtige organisatorische Arbeit ebenso forderte wie die Befolgung wirtschaftlich gesunder Grundsätze.

 

Luftaufnahme aus dem Jahre 1957 (Lauterhofen)

Mit einem klaren Blick für das Mögliche wurden nun Jahr für Jahr Investitionen vorgenommen, neue Werke gegründet und Läger bzw. Zweigstellen eröffnet, die den Einzugsbereich der Firma abdeckten und unmittelbare Kundennähe gewährleisten. Es sind zu nennen im Jahre 1963 der Bau der ersten vollautomatischen Betonmischanlage für die Herstellung der Betonwaren und des Mischbetons (bis dahin wurde der Beton noch mit dem Lkw befördert), die Übernahme einer Beton-Deckenlizenz von einer österreichischen Firma und der Neubau einer Baustoff-Lagerhalle in Lauterhofen; 1965 die Eröffnung einer Baustoff-Niederlassung in der Spitalkirche in Sulzbach-Rosenberg, wo dann dank des guten Absatzes laufend Erweiterungen vorgenommen wurden, und der Neubau einer Schlosserwerkstätte für den Kfz-Bereich sowie für Reparaturen im Betrieb und für den Formenbau in Lauterhofen. Damals wurde auch der Fuhrpark durch die ersten beiden Transportbetonmischer erweitert.

 

 

Die Modernisierung des Betriebes nahm damit erst ihren Anfang, was durch die Aktivitäten der folgenden jahre unterstrichen wird. 1966 wurde mit dem Bau einer zweiten vollautomatischen Betonmischanlage in Lauterhofen eine wichtige Modernisierung vorgenommen. Die beiden stationär getrennten Mischer lieferten zum einen Transportbeton und zum anderen Material für die Betonwaren. Parallel dazu baute man ebenfalls in Lauterhofen eine Baustoff-Lagerhalle, errichtete ein Bürogebäude und nahm einen Kantinenanbau für die Belegschaft vor, deren Zahl sich inzwischen auf 93 erhöht hatte. Ab 1966 wurden auch Betonrohre mit Falz in verschiedenen Abmessungen sowie Schachtringe und Schwerlastrohre produziert.

 

Das Augenmerk der Firmenleitung richtete sich 1968 vornehmlich auf die Städte Sulzbach-Rosenberg und Altdorf. In Sulzbach-Rosenberg nahm man ein Transportbetonwerk in Betrieb und in Altdorf eröffnete man eine Sandgrube, die mit einer Auto-Waage und Nebengebäuden ausgestattet wurde. Im Jahr darauf entstand in Lauterhofen eine werkseigene Tankstelle mit Autowaage. Schließlich gründete man 1970 in Altdorf auf einer Fläche von 16 579 qm ein weiteres Transportbetonwerk.

Lagerplatz in Högling

 

Die Firmenleitung rundete im Jahre 1973 ihre Konzeption, die einerseits auf Kundennähe bedacht war, andererseits ein ineinandergreifendes Liefergebiet zum Ziele hatte, mit einer vierten Station  ab: in Högling (Landkreis Schwandorf) wurde der Grundstein zu einem modernen Transportbetonwerk und einer Steinproduktionsanlage, ebenfalls mit zwei stationär getrennten Mischern gelegt. In Lauterhofen erweitere man die Fertigungshalle I und errichtete einen Baustoff-Lagerplatz.

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Trotz aller Bautätigkeit war man stets um eine einwandfreie Qualität der Produktion bemüht, auch um eine Erweiterung des Angebots. So nahm man 1971 die Produktion von Liaporhohlblöcken und 1975 die Produktion von hochwärmedämmenden Liaporvollwärmeblöcken mit sämtlichen Ergänzungssteinen auf, erstellte 1974 den Neubau der Produktionshalle III für Rohre und Decken und nahm die Aufstockung der im Jahr 1963 erbauten Reihensiloanlage für Transportbeton in Lauterhofen vor.

Steuerpult für das Betonwerk
Transportbetonwerk
Wiegeband
Aushub für Steinfertigungsanlage Werk I Lauterhofen

vollautomatische Steinfertigungsanlage in Lauterhofen

Weitere wesentliche Daten sind die Umwandlung der Georg Meier OHG in die Georg Meier KG am 01.01.1975 und nach dem Tod von Walburga Meier 04.09.1977 in die Firma Georg Meier, Inhaber Josef Meier. 1979/1980 wurden 2 vollautomatische Steinfertigungsanlagen in Lauterhofen in Betrieb genommen. In diesen Werken werden alle Steinsorten hergestellt. Durch diese betontechnologisch voll ausgereiften Neuerungen wurde die Produktion auf den neuesten Stand der Technik gebracht, was eine Qualitäts- und Quantitätssteigerung brachte.

1981 wurde in Neumarkt ein zweites Baustofflager eröffnet. 1982 wurde in Sulzbach-Rosenberg die Baustofflagerhalle erweitert und in Lauterhofen eine große, dem Fuhrpark angemessene Kfz-Werkstatt gebaut.

 

1985 Beitritt zur Kooperation Interbaustoff, Bad Nauheim

1986 Eröffnung der Niederlassung Schnaittenbach

1992 Umzug in Sulzbach-Rosenberg an den neuen Standort

Luftaufnahme aus dem Jahre 1993 (Lauterhofen)

1996 Übernahme der Bayernkohle GmbH, Amberg

1997 Übernahme des Güttinger Baufachzentrums, Lauf

2001 Übernahme des Striegl Bau Fachzentrums, Weiden

2002 Umbenennung des Standortes in Amberg von Bayernkohle auf MEIER

2004 Gesellschafter der neuen Kooperation EUROBAUSTOFF

2008 Aufspaltung des Unernehmens in die MEIER Betonwerke GmbH und die MEIER Baustoffe GmbH

2009 Neueröffnung des sanierten Standortes in Amberg mit Trend-Ateliers

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