Die HerstellungFür die Herstellung des Blähtons Liapor eignen sich nur besondere Tone mit gleichmäßig und fein verteilten organischen Bestandteilen. Diese Voraussetzungen erfüllen sog. Lias-Tone aus den Sedimenten der Jura-Meere und Begleittone des böhmischen Kohlereviers. Die natürlichen Tonvorkommen bestimmen den Standort der Liapor-Werke. In manchen Tonen finden sich Ammoniten - Leitfossilien, die es erlauben das Alter der Schicht zu bestimmen. Der im Tagebau gewonnene Ton wird sehr sorgfältig aufbereitet und zu Kügelchen granuliert bzw. pelletiert. Dabei wird der Ton ständig homogenisiert, um eine möglichst gleichmäßige Porenverteilung und damit optimale mechanische Eigenschaften zu erhalten.
Die im Ton eingeschlossenen organischen Stoffe verbrennen, und die Tonkügelchen blähen sich auf. Gleichzeitig schmilzt die Oberfläche auf und bildet nach dem Auskühlen eine gesinterte Kruste. So entstehen feinporige, leichte Tonperlen mit luftdurchsetztem Kern und fester Schale. Kennzeichnend für Liapor ist die exakte Kugelform, die weltweit kein anderer Blähton besitzt. Durch das besondere Herstellungsverfahren lassen sich Größe, Porosität, Gewicht und Eigenfestigkeit des Korns genau steuern. Materialeigenschaften![]()
Liapor hat die ideale Kornform, die Oberfläche ist mäßig rauh und geschlossen. Im Inneren zeigt das Korn eine gleichmäßige, feine Porenstruktur. So besitzt Liapor bei geringem Gewicht eine optimale Kornfestigkeit.
Durch die Porenstruktur ist Liapor hochwärmedämmend und wärmespeichernd zugleich.
Liapor ist nicht nur mechanisch, sondern auch chemisch beständig. Weder Säuren noch Laugen greifen das Korn an. Liapor verhält sich in Wasser neutral, schimmelt nicht, verrottet nicht und ist vollkommen geruchsfrei.
Liapor ist im Feuer gehärtet und schützt selbst vor Feuer. Liapor ist ein nichtbrennbarer Baustoff der ansprochsvollsten Brandklasse A1 nach DIN 4102.
Jede Liapor-Perle ist von einer schützenden Klinkerhaut umgeben. Die Poren im Inneren sind in sich weitgehend abgeschlossen. Diese Struktur mit wenigen Kapillarporen macht Liapor unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Frost. Die Frostbeständigkeit von Liapor erlaubt den Einsatz selbst bei extremen Minustemperaturen.
Geschüttetes Liapor verdichtet sich quasi von selbst zu einer gleichmäßigen Schicht. Die formstabilen Liapor-Perlen stauchen sich nicht nachträglich zusammen. Ein Kubikmeter geschüttetes Liapor füllt also dauerhaft einen Kubikmeter Raum aus, das Material setzt sich nicht nachträglich.
Liapor entsteht aus reinem Ton und wird ständig nach DIN EN 13055-1 sowie den Richtlinien der AUB München überwacht. |




CE-Kennzeichen
